Botsuanischer Präsident besucht Baustelle der Lobito-Raffinerie

Der Präsident von Botsuana, Duma Gideon Boko, hat am Mittwoch die Baustelle der neuen Lobito-Raffinerie in der Provinz Benguela besucht. Der 72-stündige Arbeitsbesuch in Angola dient der Stärkung wirtschaftlicher und energetischer Kooperation zwischen den beiden Ländern. Bei der Besichtigung erhielt Boko eine detaillierte Einweisung zu den Fortschritten des Raffinerieprojekts sowie zu den erwarteten Chancen für regionale und internationale Märkte.

Die Lobito-Raffinerie ist eines der strategisch wichtigsten Infrastrukturprojekte in Zentral- und Südwestafrika. Gelegen an der Atlantikküste, soll die Anlage künftig eine Kapazität von mehreren hunderttausend Barrel pro Tag verarbeiten und nicht nur Angola, sondern auch Nachbarländer mit verfeinertem Erdöl versorgen. Botsuana, ein Binnenstaat ohne eigene Ölquellen, sieht in der Raffinerie eine wichtige Möglichkeit, seine Energieversorgung zu sichern und von stabileren Preisen zu profitieren.

Experten betonen, dass das Projekt auch die Integration der regionalen Märkte fördern könnte, insbesondere im Rahmen der Afrikanischen Freihandelszone (AfCFTA). Die Zusammenarbeit zwischen Angola und Botsuana könnte ein Modell für südliche Afrikastaaten darstellen, die gemeinsam in kritische Infrastruktur investieren. Der Besuch von Präsident Boko unterstreicht das wachsende Interesse an regionalen Energiepartnerschaften, die über nationale Grenzen hinauswirken.

Quellen: AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Central Africa, AllAfrica – Business