Anfang August kam es am Flughafen Leipzig/Halle zu einem beinahe folgenschweren Vorfall: Eine ferngesteuerte Drohne drang in den Luftraum des wichtigen Luftfrachtdrehkreuzes ein und gefährdete den Flugbetrieb massiv. Wie nun Medienberichten zufolge Ermittlern bekannt ist, war die Drohne mit modernster Technik ausgestattet – sie war per Handynetz gesteuert und enthielt zahlreiche Komponenten aus dem 3D-Drucker.
Diese Bauweise machte die Drohne laut Experten nahezu unempfindlich gegen herkömmliche Störsender und Abwehrsysteme. Da keine klassischen Funkfrequenzen verwendet wurden, konnte das Signal nicht einfach blockiert werden. Zudem ließen die gedruckten Teile keine klaren Herkunftshinweise zu, was die Spurensuche zusätzlich erschwerte. Der Vorfall blieb glücklicherweise ohne Personenschaden, führte aber zu erheblichen Betriebsunterbrechungen.
Sicherheitsbehörden stuften den Vorfall als ernsthafte Bedrohung für kritische Infrastruktur ein. Der Flughafen Leipzig/Halle gehört zu den wichtigsten Logistikzentren Europas. Spezialisierte Taskforces analysieren nun die gesicherten Fragmente der Drohne, um mögliche Täterprofile zu erstellen. Bislang gibt es keine Festnahmen, doch die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Das Bundeskriminalamt prüft, ob internationale Netzwerke hinter dem Anschlagsversuch stecken könnten.
Quellen: Der Tagesspiegel