Der bekannte nigrische Journalist Moussa Kaka, Generaldirektor des privaten Senders Radio-Télévision Saraounia (RTS) und ehemaliger Korrespondent von Radio France Internationale (RFI), wird seit dem 31. August 2026 vermisst. Die Media Foundation for West Africa (MFWA) hat in einer heute veröffentlichten Erklärung ihre tiefe Besorgnis über das Verschwinden Kakaas zum Ausdruck gebracht und die Behörden des Niger zur Aufklärung des Falls aufgefordert.
Moussa Kaka gilt als eine der prominentesten Figuren im nigrischen Mediensektor. Seine langjährige journalistische Tätigkeit, insbesondere während politisch sensibler Phasen, hat ihn wiederholt in den Fokus staatlicher Überwachung gerückt. Die MFWA betont, dass sein plötzliches Verschwinden in einem Umfeld stattfindet, das für Journalisten zunehmend unsicher wird, insbesondere seit dem Militärputsch im Jahr 2023.
Die Stiftung verlangt von den nigrischen Behörden Transparenz über den Verbleib Kakas und die Einleitung einer unabhängigen Untersuchung. Zugleich ruft die MFWA internationale Organisationen und Menschenrechtsinstitutionen dazu auf, Druck auf die Regierung auszuüben, um die Pressefreiheit im Land zu schützen. Journalisten in Niger berichten weiterhin über Einschüchterung, willkürliche Festnahmen und Zensur.
Moussa Kaka war in der Vergangenheit bereits mehrfach Opfer von Repression geworden. 2007 wurde er erstmals inhaftiert, nachdem er über einen Aufstand der Tuareg-Minderheit berichtet hatte. 2010 kehrte er aus dem Exil zurück und setzte seine journalistische Arbeit fort. Sein aktuelles Verschwinden hat nun neue Besorgnis über den Zustand der Meinungsfreiheit im Niger ausgelöst.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – West Africa