In einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht hat Amnesty International schwere Vorwürfe gegen Russland erhoben. Demnach werden ausländische Staatsangehörige, insbesondere aus ärmeren Ländern, mit falschen Versprechungen rekrutiert, um in der Ukraine für die russische Armee zu kämpfen. Die Zielgruppe dieser Rekrutierung sind vor allem Männer unter 40 Jahren, die durch die Aussicht auf ein vermeintliches Jobangebot angelockt werden.
Die Organisation bezieht sich auf Interviews mit gefangenen Soldaten, die bestätigten, dass viele von ihnen unter Druck gesetzt wurden, sich dem Militär anzuschließen. Amnesty’s Generalsekretärin erklärte, dass diese Taktiken eine Form von Menschenhandel darstellen und die Rechte der Betroffenen schwerwiegend verletzen.
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Jahr 2022 sollen nahezu 30.000 Soldaten aus dem Ausland angeworben worden sein, was die internationale Gemeinschaft alarmiert. Amnesty fordert daher Maßnahmen, um diese Praktiken zu unterbinden und die Rekrutierung von ausländischen Kämpfern zu stoppen.
Quellen: France 24, ZEIT Online