Namibische Fischerarbeiter fordern gerechtere Beteiligung am Fischereireichtum

In Namibias wichtigem Hafenstadt Walvis Bay mehren sich die Forderungen von Arbeitern nach einer gerechteren Beteiligung am wirtschaftlichen Reichtum der Fischereiindustrie. Gewerkschafter und Beschäftigte beklagen, dass große Teile der Profite aus der Fischverarbeitung und -export außerhalb der lokalen Bevölkerung blieben, während sie selbst oft unter unsicheren Arbeitsbedingungen und mangelndem Schutz arbeiteten.

Die Kritik richtet sich gegen bestehende Strukturen, bei denen internationale und lokale Unternehmen die Mehrheit der Erträge einstreichen, während die Beschäftigten nur geringe Löhne und begrenzte soziale Absicherung erhielten. Die Arbeiter betonen, dass Namibia über reiche Meeresressourcen verfüge, die jedoch nicht ausreichend der nationalen Bevölkerung zugutekämen.

Die Debatte um eine gerechtere Verteilung der Fischereigewinne gewinnt vor dem Hintergrund wachsender sozialer Ungleichheit an Bedeutung. Experten fordern eine stärkere Einbindung lokaler Gemeinschaften in Entscheidungsprozesse und mehr Transparenz bei Lizenzvergaben und Exporterlösen. Die Regierung wird aufgefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, die sowohl wirtschaftliches Wachstum als auch soziale Gerechtigkeit fördern.

Quellen: AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Business