Ein Abgeordneter des lesuthischen Parlaments, Jane Lekunya, ist im Zentrum einer schweren Korruptionsaffäre geraten. Die Antikorruptionsbehörde des Landes hat nun verfügt, dass Lekunya sechs Millionen südafrikanische Rand an die Regierung zurückzahlen muss. Dieser Betrag ist Teil eines umfassenderen Vertragsbetrugs, der dem Staat insgesamt 109 Millionen Rand gekostet hat.
Laut Ermittlungen war Lekunya gemeinsam mit seiner Ehefrau an einem illegalen Ausschreibungsverfahren beteiligt, bei dem öffentliche Mittel zweckentfremdet wurden. Die Behörde bestätigte, dass die beiden in unlautere Machenschaften verwickelt waren, durch die sie sich unrechtmäßig Vorteile bei der Vergabe staatlicher Aufträge verschafften. Die genaue Natur des Projekts wurde noch nicht vollständig offengelegt, doch es handelt sich vermutlich um Bauleistungen oder Infrastrukturmaßnahmen, die ohne ordnungsgemäße Ausschreibung vergeben wurden.
Die Anweisung zur Rückzahlung stellt einen seltenen Fall staatlicher Konsequenz in einer Region dar, in der Korruption oft straflos bleibt. Die Entscheidung könnte als Signal für eine strengere Rechtsdurchsetzung gegen Amtsmissbrauch innerhalb der politischen Elite dienen. Lekunya hat bislang nicht öffentlich auf die Vorwürfe reagiert, und es ist unklar, ob er Berufung gegen die Zahlungsanordnung einlegen wird.
Die Affäre wirft erneut ein Schlaglicht auf die Herausforderungen im Kampf gegen Korruption in Lesotho, wo Regierungsprojekte häufig durch mangelnde Transparenz und fehlende Kontrollen gefährdet sind. Die Antikorruptionsbehörde betont, dass weitere Ermittlungen laufen könnten, falls zusätzliche Hinweise auf rechtswidriges Verhalten vorliegen.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa