Brandanschlag in München: Innenminister Dobrindt warnt vor hybriden Angriffen

Ein jüngster Brandanschlag in München hat am Donnerstag eine bundesweite Sicherheitsdebatte ausgelöst. Bei einer Sondersitzung des Bundestags warnte Innenminister Alexander Dobrindt vor zunehmenden hybriden Angriffsszenarien auf deutschem Boden. „Wir müssen jeden Tag damit rechnen, dass es zu weiteren Vorfällen dieser Art kommt“, erklärte Dobrindt. Er bezog sich dabei auch auf den gleichzeitigen Fund einer verdächtigen Drohne in Leipzig, den Ermittler möglicherweise im Zusammenhang mit dem Münchner Vorfall sehen.

Der Vorfall in München wirft erneut Fragen zur Sicherheitslage in Bayern auf. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar, doch Dobrindt sprach von einer neuen Bedrohungsform durch sogenannte Wegwerf-Agenten – Personen, die gezielt für einzelne Aktionen rekrutiert und danach nicht weiter verfolgt werden können. Diese Methode mache die Aufklärung besonders schwierig. Die bayerische Landesregierung hat inzwischen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen in Großstädten wie München und Nürnberg angekündigt.

Die bayerische Innenministerin sprach von einer „ernsten Lage“, die eine enge Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landesbehörden erfordere. Die Polizei in München hat eine Sonderkommission eingesetzt, die gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt die Ermittlungen leitet. Die Öffentlichkeit wird gebeten, verdächtige Aktivitäten – insbesondere im Umfeld kritischer Infrastrukturen – umgehend zu melden.

Quellen: Der Tagesspiegel