Die Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, Bettina Orlopp, hat bei einer Konferenz der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Frankfurt am Main eindringlich für eine tiefere Integration des europäischen Kapitalmarkts plädiert. „Europa braucht einen stärker integrierten Kapitalmarkt“, betonte Orlopp und unterstrich, dass nur so privates Kapital grenzüberschreitend mobilisiert werden könne – eine Voraussetzung, um in der neuen Weltordnung selbstbewusst agieren zu können.
Als Chefmanagerin eines der bedeutendsten Finanzinstitute mit Sitz in Hessen brachte Orlopp die Bedeutung Frankfurts als Finanzstandort in die Debatte ein. Frankfurt sei nicht nur national, sondern europaweit ein zentraler Knotenpunkt für Kapitalflüsse, Handel und Regulierung. Eine funktionierende Kapitalmarktunion könne helfen, Investitionen effizienter zu steuern, Innovationen zu finanzieren und die Abhängigkeit von außereuropäischen Märkten zu verringern.
Orlopp betonte, dass die Stärkung des Kapitalmarkts auch zur Resilienz Europas gegenüber geopolitischen und ökonomischen Schocks beitrage. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen müssten besseren Zugang zu Risikokapital erhalten. Ihre Äußerungen unterstreichen die wachsende Rolle Hessens als Impulsgeber in wirtschafts- und finanzpolitischen Debatten auf europäischer Ebene.
Quellen: FAZ Online