AfD-Kandidat mit krimineller Vergangenheit sorgt für Wirbel im Wahlkampf

Der Wahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern erhält eine neue, kontroverse Wendung: Ein Direktkandidat der AfD steht wegen einer Vergangenheit im Zusammenhang mit einem Bankraub in der Kritik. Wie der Tagesspiegel berichtet, wirft dies Fragen auf, insbesondere angesichts der wiederholten Forderungen der AfD nach strengen Strafen für Straftäter.

Der Kandidat, dessen Name in den Berichten nicht genannt wird, hat laut eigenen Angaben mittlerweile eine Reuebekundung abgegeben und betont, seine Strafe verbüßt zu haben. Dennoch sorgt der Fall für Unruhe innerhalb und außerhalb der Partei. Politische Gegner werfen der AfD Heuchelei vor: „Wer für harte Strafen trommelt, muss auch eigene Fehler in der Vergangenheit offenlegen und zur Rechenschaft ziehen“, so ein Reaktion aus den Reihen der SPD.

Die AfD-Landesspitze bemüht sich um Schadensbegrenzung. Man stehe für Chancengleichheit, hieß es in einer Stellungnahme, lehne aber jegliche kriminelle Handlungen ab. Dennoch könnte der Fall das Vertrauen bei unentschlossenen Wähler:innen erschüttern – besonders in einer Phase, in der die Partei versucht, sich als regierungsfähig zu präsentieren.

Quellen: Der Tagesspiegel