Der internationale Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) will seine Impfstoffproduktion am Standort Dresden einstellen. Wie der MDR unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, ist die Schließung des Werks in der sächsischen Landeshauptstadt beschlossene Sache. Davon betroffen sind etwa 650 Beschäftigte, deren Arbeitsplätze nun unmittelbar gefährdet sind.
Das Dresdner Werk ist seit Jahren ein wichtiger Standort für die Herstellung von Grippeimpfstoffen. Die Entscheidung des britischen Unternehmens löst in der Region große Sorge aus. Der Betriebsrat hat bereits angekündigt, sich mit aller Kraft gegen die Schließung zur Wehr setzen zu wollen. Gespräche mit der Geschäftsführung und politischen Vertretern sollen zeitnah aufgenommen werden, um Alternativen zu prüfen.
Die sächsische Wirtschaftsministerin sowie die Dresdner Stadtverwaltung zeigen sich alarmiert. Ein möglicher Verlust von fast 650 qualifizierten Arbeitsplätzen im Gesundheits- und Biotechnologiebereich hätte nicht nur soziale, sondern auch strukturelle Auswirkungen auf den Wissenschaftsstandort Dresden. Bislang hat GSK keine öffentliche Stellungnahme abgegeben, in der über die Gründe für den Rückzug oder mögliche Umstrukturierungen informiert wird.
Die Schließung würde in eine Reihe mit anderen industriellen Rückzügen im Osten Deutschlands treten und wirft erneut Fragen über die langfristige Stabilität ausländischer Investitionen in Sachsen auf. Die Gewerkschaften fordern nun ein klares Bekenntnis der Bundes- und Landesregierung zur Stärkung der heimischen Pharmaproduktion.
Quellen: MDR – Nachrichten