Angola erwartet bis 2031 Investitionen von über 70 Milliarden US-Dollar in die Sektoren Öl, Gas und Energieinfrastruktur. Diese Prognose gab Artur Custódio, Exekutivdirektor der Nationalen Agentur für Öl, Gas und Biokraftstoffe (ANPG), am Mittwoch in Luanda bekannt. Die geplanten Mittel sollen in neue Förderprojekte, technologische Modernisierung sowie in die Entwicklung nachhaltiger Energieinfrastrukturen fließen.
Die angolanische Regierung sieht in diesen Investitionen einen entscheidenden Hebel für wirtschaftliche Diversifizierung und Stabilität. Trotz globaler Trends hin zu erneuerbaren Energien bleibt die Erdölindustrie ein zentraler Pfeiler der angolanischen Wirtschaft. Mit den neuen Kapitalzuflüssen soll nicht nur die Produktivität gesteigert, sondern auch die Abhängigkeit von Importen verringert werden.
Die ANPG arbeitet derzeit eng mit internationalen Energiekonzernen zusammen, um Rahmenbedingungen für langfristige Partnerschaften zu schaffen. Experten betonen, dass Transparenz und Umweltstandards bei den Projekten eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Angola hofft, durch die Ankurbelung des Energiesektors Arbeitsplätze zu schaffen und die Staatsfinanzen zu stärken – auch im Hinblick auf die bevorstehenden Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2027.
Quellen: AllAfrica – Central Africa, AllAfrica – Southern Africa, AllAfrica – Business