In der gambischen Hauptstadt Banjul und weiteren Orten des Landes kam es am Abend des 8. September zu Protesten gegen andauernde Stromversorgungsprobleme. Bürger hatten sich im Zentrum der Stadt sowie in der Nähe der offiziellen Residenz von Präsident Adama Barrow versammelt, um gegen die längeren und immer häufiger auftretenden Stromausfälle zu demonstrieren.
Augenzeugen und ein Reuters-Beobachter berichteten, dass die Demonstranten Reifen verbrannten, um auf ihre Frustration aufmerksam zu machen. Die Proteste, die friedlich begannen, eskalierten, als die Polizei mit Tränengas eingriff, um die Menschenmengen auseinanderzutreiben. Es gibt bisher keine Berichte über schwere Verletzungen, doch die Spannungen zwischen der Bevölkerung und den Behörden bleiben hoch.
Die Stromausfälle betreffen zahlreiche Haushalte und Unternehmen seit Tagen – teilweise für mehrere Stunden täglich. Die Bürger kritisieren mangelnde Infrastrukturinvestitionen und fordern von der Regierung konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Energieversorgung. Offizielle Stellungnahmen aus dem Präsidialamt oder vom zuständigen Ministerium blieben zunächst aus.
Quellen: AllAfrica – West Africa, AllAfrica – Business