Die USA haben am Dienstag offiziell mit dem Abzug ihrer Truppen aus Syrien begonnen. Dies folgt auf den bereits vollzogenen Rückzug der amerikanischen Streitkräfte aus dem benachbarten Irak, wo die letzten Soldaten nun das Land verlassen. Der Abzug aus Syrien könnte weitreichende Konsequenzen für die Sicherheitslage in der Region haben, insbesondere im Hinblick auf die anhaltenden Kämpfe gegen die Terrormiliz ‚Islamischer Staat‘ (IS).
Der Abzug erfolgt in einem Kontext, in dem die USA unter Druck stehen, ihre militärischen Engagements im Nahen Osten zu überdenken. Während die offizielle Begründung für den Rückzug den Kampf gegen den IS als erfolgreich darstellt, bleibt unklar, wie sich die Sicherheitslage ohne die Präsenz amerikanischer Truppen entwickeln wird. Beobachter warnen, dass ein Machtvakuum entstehen könnte, das andere Akteure, wie die syrische Regierung und ihre Verbündeten, in die Lage versetzen könnte, ihren Einfluss in der Region auszuweiten.
Die Entscheidung, die Truppen abzuziehen, wird auch innerhalb der USA diskutiert, wo es unterschiedliche Meinungen über die zukünftige Rolle des Landes im Nahen Osten gibt. Kritiker befürchten, dass ein Rückzug die Stabilität in Syrien und den umliegenden Ländern gefährden könnte.
Quellen: Spiegel Online, Middle East Eye