Häselburg in Gera wird Kulturleuchtturm trotz Bürokratie

Was vor einem Jahrzehnt als mutiges Bürgerprojekt begann, ist heute ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Gera: Die Häselburg, ehemals Mädchenschule und lange Zeit von Leerstand bedroht, hat sich zu einem pulsierenden Kulturzentrum entwickelt. Mit Galerien, Werkstätten, Konzertsälen und bald auch einem öffentlichen Café bietet sie Raum für lokale Künstler, Jugendgruppen und kulturelle Initiativen aus ganz Ostthüringen.

„Wir wollten nicht warten, bis der Staat etwas tut – wir haben angefangen“, sagt eine der ehrenamtlichen Koordinatorinnen, die anonym bleiben möchte. Unterstützt durch Fördermittel, Spenden und hunderte freiwillige Arbeitsstunden wurde das denkmalgeschützte Gebäude schrittweise saniert. Heute finden hier jährlich Dutzende Ausstellungen, Theateraufführungen und Musikveranstaltungen statt, die auch Besucher aus benachbarten Städten anziehen.

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Dennoch bleibt der Kampf mit der Bürokratie allgegenwärtig. Baugenehmigungen verzögern sich, Brandschutzauflagen sind teuer, und die Anerkennung als gemeinnützige Einrichtung steht noch aus. „Jeder Antrag fühlt sich wie ein Marathonlauf an“, so ein Projektleiter. Dennoch: Die Häselburg gilt als Vorbild dafür, wie zivilgesellschaftliches Engagement Leerstand in Lebendigkeit verwandeln kann.

Quellen: MDR – Nachrichten (DE, 12.09.2026 01:00)