Hakenkreuze an Regenbogenkombinat in Cottbus: Politische Hetze trifft Kulturzentrum

Ein erschütterndes Zeichen der Intoleranz hat das Regenbogenkombinat in Cottbus am Samstagmorgen vorfinden müssen: Auf mehreren Fahnen des Kulturzentrums waren Hakenkreuze und Drohparolen wie „Hassen euch“ gemalt worden. Das Zentrum, das sich für die Rechte von LSBTIQ*-Menschen einsetzt, ist bereits wiederholt Ziel von Hetze gewesen. Der jüngste Vorfall wird nun als politisch motivierte Sachbeschädigung eingestuft.

Ortsansässige und Aktivist:innen verurteilten den Angriff scharf. „Dies ist kein Einzelfall, sondern Teil eines strukturellen Problems“, sagte eine Sprecherin des Kombinats gegenüber lokalen Medien. „Wir werden uns nicht einschüchtern lassen.“ Die Stadt Cottbus sowie die Landesregierung Brandenburg äußerten sich entsetzt und kündigten Unterstützung bei Sicherheitsmaßnahmen an. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Volksverhetzung aufgenommen.

Brandenburgs Innenministerium betonte, dass solche Anschläge besonders ernst genommen würden. Gleichzeitig rief es zur Solidarität mit bedrohten Gruppen auf. Das Regenbogenkombinat bleibt geöffnet und plant für kommende Wochen eine öffentliche Gedenk- und Solidaritätsaktion. Die Täter konnten bislang nicht identifiziert werden.

Quellen: Der Tagesspiegel