Die Regierung des nigerianischen Bundesstaates Ondo hat ein umfassendes Verbot der Herstellung und Verteilung lokaler alkoholischer Getränke verhängt, nachdem eine Vergiftungswelle mindestens 29 Todesopfer gefordert hat. Laut offiziellen Angaben gibt es derzeit 60 Verdachtsfälle, von denen drei Personen noch stationär behandelt werden, während 27 weitere unter Beobachtung stehen.
Die Behörden gaben bekannt, dass die tödlichen Vorfälle mit konsumierten alkoholischen Getränken in Verbindung stehen, deren Herkunft und Zusammensetzung noch untersucht werden. Gesundheitsbeamte warnen vor den Gefahren adulterierter oder illegal hergestellter Destillate, die oft toxische Substanzen wie Methanol enthalten können. Die Behörden haben bereits Ermittlungen eingeleitet und Kontrollen an Produktionsstätten und Verkaufsstellen verstärkt.
Das Verbot gilt vorerst bis auf Weiteres und zielt darauf ab, weitere Todesfälle zu verhindern. Gleichzeitig ruft die Regierung die Bevölkerung dazu auf, verdächtige Produkte nicht zu konsumieren und Hinweise an die zuständigen Stellen weiterzuleiten. Die tragische Entwicklung wirft erneut Fragen nach der Regulierung informeller Alkoholproduktion in ländlichen Regionen Nigerias auf, wo solche Getränke oft unkontrolliert vertrieben werden.
Quellen: Premium Times Nigeria