Auslieferung von mutmaßlichen Betrügern nach USA: Südafrika im Kampf gegen internationale Kriminalität

Sechs nigerianische Staatsbürger, die in Südafrika festgenommen wurden, sind am Freitag in die Vereinigten Staaten ausgeflogen worden. Sie stehen im Verdacht, als Mitglieder des organisierten kriminellen Netzwerks Black Axe jenseits von 6 Millionen US-Dollar durch sogenannte Romance-Scams von amerikanischen Frauen erbeutet zu haben. Die südafrikanische Polizei bestätigte die Auslieferung am selben Tag, nachdem die Verdächtigen in Gewahrsam der US-Behörden übergeben wurden.

Die Beschuldigten sollen gezielt US-amerikanische Frauen über soziale Medien und Dating-Plattformen kontaktiert und unter falschen Identitäten emotionale Beziehungen aufgebaut haben, um schließlich Geldbeträge für angebliche medizinische Notfälle, Reisekosten oder Geschäftsinvestitionen zu erschleichen. Die Ermittlungen, an denen sowohl US-amerikanische als auch südafrikanische Sicherheitsbehörden beteiligt waren, dauerten mehrere Monate. Südafrika fungierte dabei als logistischer und operativer Zwischenraum für die mutmaßlichen Täter.

Der Fall unterstreicht die zunehmende Rolle Südafrikas im internationalen Kampf gegen Cyberkriminalität. Gleichzeitig zeigt er, wie global vernetzt organisierte Betrugsnetzwerke agieren und Länder wie Südafrika als Transit- oder Rückzugsort nutzen. Die südafrikanischen Behörden betonten, dass die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern weiter ausgebaut werde, um solche Delikte effektiver zu bekämpfen.

Quellen: The Guardian – World, Premium Times Nigeria