Die wirtschaftliche Hauptstadt Kameruns, Douala, ist am Freitagmorgen weitgehend unter Wasser gestanden, nachdem sintflutartige Regenfälle in der Nacht von Donnerstag auf Freitag große Teile der Stadt verwüstet haben. Straßen wurden zu reißenden Strömen, Viertel waren unzugänglich, und zahlreiche Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Die genaue Ausdehnung der Schäden ist bislang nicht bekannt, doch lokale Medien berichten von umgestürzten Bäumen, beschädigten Gebäuden und erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Der meteorologische Dienst Kameruns warnt die Bevölkerung vor weiteren intensiven Niederschlägen in den nächsten Tagen. „Die Wettersysteme zeigen eine anhaltende Tendenz zu extremen Regenfällen“, hieß es in einer offiziellen Mitteilung. Experten befürchten, dass die ohnehin schwache Infrastruktur der Stadt den Belastungen nicht gewachsen sein könnte, insbesondere in informellen Siedlungen entlang von Flussläufen und in tief gelegenen Zonen.
Douala, mit über zwei Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes, ist regelmäßig von Überschwemmungen betroffen – besonders während der Regenzeit. Mangelnde Entwässerungssysteme, ungeplante Urbanisierung und Abfallablagerungen in Wasserläufen verschärfen das Problem Jahr für Jahr. Die jüngste Katastrophe unterstreicht erneut den dringenden Bedarf an nachhaltiger Stadtplanung und Klimaanpassungsmaßnahmen.
Kritische Lage in gefährdeten Vierteln
Besonders betroffen sind traditionell niedrig gelegene Stadtteile wie Bessengue, New Bell und Makepe. Dort drang das Wasser bis in Wohnhäuser ein, und Rettungskräfte waren im Einsatz, um Menschen in Sicherheit zu bringen. Bislang liegen keine Berichte über Todesopfer vor, doch die Gesundheitsbehörden mahnen zur Vorsicht vor Wasserverunreinigungen und möglichen Krankheitsausbrüchen.
Quellen: Africanews EN