In München ist am Samstag eine der bundesweit größten Demonstrationen gegen Rechtsextremismus zu Ende gegangen. Tausende Bürgerinnen und Bürger versammelten sich entlang der Ludwigstraße, um ein klares Zeichen für Demokratie und gegen rechtsextreme Strömungen in Deutschland zu setzen. Der Anlass: das jüngste Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt, das viele als Weckruf empfinden. „Wie lange wollen wir noch zuschauen?“, rief Oberbürgermeister Dominik Krause unter tosendem Applaus der Menge.
Die Demonstration war Teil einer koordinierten Aktion, die gleichzeitig in Berlin, Düsseldorf und weiteren Städten stattfand. Nach Schätzungen der Polizei nahmen allein in München mehrere Tausend Menschen teil. Die Stimmung blieb friedlich, doch bestimmend war eine deutliche politische Botschaft: Es sei höchste Zeit, das Bundesverfassungsgericht mit einem förmlichen Verbotsantrag gegen die AfD zu beauftragen. Unterstützt wurde diese Forderung von zivilgesellschaftlichen Gruppen, Gewerkschaften sowie lokalen Politikern über Parteigrenzen hinweg.
Die Demonstranten trugen Plakate mit Aufschriften wie „Demokratie verteidigen“ und „Nie wieder rechts“. Viele betonten, dass Bayern trotz seines Wohlstands und seiner kulturellen Vielfalt nicht immun sei gegen extremistische Entwicklungen. Die Ludwigstraße, traditioneller Ort politischer Kundgebungen, war dicht gefüllt – ein sichtbares Bekenntnis zur offenen Gesellschaft mitten im Herzen der bayerischen Landeshauptstadt.
Quellen: Süddeutsche Zeitung, Welt Online