Proteste gegen Rechtsextremismus: Zehntausende in Hamburg auf der Straße

In Hamburg haben am Samstag Zehntausende Menschen an einer Demonstration gegen Rechtsextremismus teilgenommen. Die Protestkundgebung war Teil einer bundesweiten Welle der Solidarität nach dem Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt. Mit Plakaten, Transparenten und lauten Sprechchören setzten die Teilnehmer ein klares Zeichen für Demokratie, Vielfalt und menschenfeindlichen Strömungen entgegen.

Die Demonstration in Hamburg zog sich vom Rathausmarkt durch die Innenstadt bis zum Schanzenviertel, einem traditionellen Zentrum zivilgesellschaftlichen Engagements. Neben Bürgerinitiativen und Antidiskriminierungsgruppen beteiligten sich auch Politiker verschiedener Parteien – mit Ausnahme der AfD – sowie Vertreter von Gewerkschaften und Kulturinstitutionen. Die Polizei bestätigte eine hohe Beteiligung und sprach von einem friedlichen Verlauf ohne nennenswerte Zwischenfälle.

„Wir lassen nicht zu, dass Hass und Hetze Normalität werden“, rief eine Rednerin auf dem Abschlusskundgebung. Die Demonstranten forderten mehr staatliches Engagement gegen rechtsextreme Netzwerke, bessere Aufklärung in Schulen und stärkere Unterstützung für bedrohte Minderheiten. Auch in Berlin, Düsseldorf und anderen Städten fanden zeitgleich ähnliche Aktionen statt, die gemeinsam eine breite gesellschaftliche Abwehrfront symbolisieren sollen.

Quellen: ZDF Heute – Nachrichten