Angesichts mehrerer Femizide im August 2026, bei denen drei junge Frauen in Brandenburg getötet wurden, verstärkt die Landesregierung ihre Anstrengungen zur Bekämpfung häuslicher Gewalt. Im Jahr 2025 wurden landesweit über 4.500 Fälle häuslicher Gewalt registriert – eine Zahl, die für besondere Alarmbereitschaft sorgt. Nun sollen strukturierte Fallkonferenzen zwischen Polizei, Justiz, Sozialdiensten und Beratungsstellen dazu beitragen,危险heitspotentiale frühzeitig zu erkennen und präventiv einzugreifen.
Die neuen Fallkonferenzen orientieren sich an bewährten Modellen aus anderen Bundesländern und werden schwerpunktmäßig in den betroffenen Regionen etabliert. Dabei werden besonders gefährdete Frauen identifiziert, und individuelle Schutzpläne werden interdisziplinär erarbeitet. „Jeder Todesfall durch häusliche Gewalt ist einer zu viel“, betonte eine Sprecherin des Innenministeriums. „Wir müssen besser vernetzt agieren, um Warnzeichen nicht zu übersehen.“
Die Maßnahme wird von Frauen- und Opferschutzorganisationen begrüßt, die seit Jahren auf strukturelle Lücken in der Gefährdungseinschätzung hinweisen. Kritiker fordern zudem mehr finanzielle Unterstützung für Beratungsstellen und Frauenhäuser, die aktuell überlastet seien. Die Landesregierung kündigte an, die Mittel für die Opferhilfe in den kommenden Jahren auszubauen.
Quellen: Der Tagesspiegel