Die türkischen Behörden haben am 13. September 2026 in einer Reihe von Razzien gegen LGBTQ+-Vereine in Istanbul 26 Menschen festgenommen. Die Staatsanwaltschaft begründet die Aktionen mit Vorwürfen von Prostitution und Obszönität, wobei die Regierung behauptet, diese Maßnahmen seien notwendig, um die Familienwerte zu schützen.
Die Razzien wurden in den Büros von sechs LGBTQ+-Organisationen durchgeführt und sind Teil einer zunehmenden Repression gegen die LGBTQ+-Community in der Türkei. Obwohl Homosexualität in der Türkei nicht verboten ist, gibt es eine wachsende öffentliche Feindlichkeit gegenüber LGBTQ+-Personen, die oft von Regierungsvertretern angeheizt wird. Kritiker sehen in den Festnahmen einen weiteren Schritt in einer breiteren Kampagne zur Unterdrückung der Rechte von queeren Menschen im Land.
Die aktuellen Entwicklungen werfen ein Schlaglicht auf die zunehmend angespannten Verhältnisse für LGBTQ+-Aktivisten in der Türkei, die trotz der rechtlichen Schützen und internationalen Unterstützung häufig Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt sind. Menschenrechtsorganisationen und Aktivisten kritisieren die Razzien scharf und fordern ein Ende der Repression gegen die LGBTQ+-Gemeinschaft.
Quellen: Al-Monitor, Spiegel Online