Frankfurt erfüllt aktuell zwar den gesetzlichen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Erstklässler, doch die Herausforderungen für die kommenden Jahre bleiben groß. Laut aktuellen Planungen fehlen der Stadt bis zu 2600 Betreuungsplätze, um den steigenden Bedarf an gebundener Ganztagsschule langfristig decken zu können. Betroffen sind vor allem 24 Grundschulen, an denen die Nachfrage deutlich über dem verfügbaren Angebot liegt.
Die Stadtverwaltung arbeitet intensiv an Lösungen, darunter der Ausbau bestehender Räumlichkeiten, mobile Pavillons und Kooperationen mit benachbarten Kitas. Dennoch warnen Bildungsexpert:innen vor Engpässen, insbesondere durch die zunehmende Zahl von Familien, die nach Frankfurt ziehen. Die hessische Landesregierung hatte den Rechtsanspruch schrittweise eingeführt, der bis 2026 alle Erst- bis Viertklässler:innen abdecken soll – eine Mammutaufgabe für Großstädte wie Frankfurt.
Elternverbände fordern mehr Transparenz und schnellere Baumaßnahmen. „Es kann nicht sein, dass Kinder wegen fehlender Plätze am Nachmittag unbeaufsichtigt bleiben müssen“, sagte eine Sprecherin des Landeselternbeirats. Die Stadt kündigte an, bis Ende des Jahres einen detaillierten Fahrplan für den flächendeckenden Ausbau vorzulegen. Bis dahin bleibt der Druck auf Schulen und Träger hoch.
Quellen: FAZ Online