Die anhaltende Führungskrise im Nigeria Football Federation (NFF) hat eine internationale Eskalationsstufe erreicht: Die Fédération Internationale de Football Association (FIFA) greift nun direkt ein. Wie aus mehreren Quellen hervorgeht, wird die FIFA am Montag in Abuja mit Vertretern der nigerianischen Fußballbehörden und Kongressmitgliedern des NFF zusammentreffen, um die angespannte Lage in der Verbandsführung zu beraten.
Die Krise im NFF hat sich in den letzten Monaten verschärft, geprägt von Machtkämpfen, blockierten Wahlen und Vorwürfen von Misswirtschaft. Die FIFA fordert seit Längerem transparente Governance und regelmäßige, demokratische Wahlen innerhalb des Verbandes – Forderungen, die in Nigeria bisher nicht konsequent umgesetzt wurden. Die bevorstehenden Gespräche sollen daher der Wiederherstellung der Verbandssatzung und der Organisation einer ordnungsgemäßen Wahl dienen.
Die Intervention des Weltverbands unterstreicht die Dringlichkeit der Lage. Sollte das NFF den Anweisungen nicht nachkommen, drohen Sanktionen, darunter die mögliche Suspendierung des nigerianischen Verbandes – eine Maßnahme, die den Zugang des Landes zu internationalen Wettbewerben wie der WM-Qualifikation oder der Afrika-Cup-Ausscheidung gefährden würde. Nigerianische Fußballfunktionäre haben die Gespräche mit der FIFA als entscheidend für die Zukunft des Fußballs im bevölkerungsreichsten Land Afrikas bezeichnet.
Quellen: Leadership, AllAfrica – Nigeria