Die somalischen Piraten haben das vor Monaten gekaperte Frachtschiff MV Sward sowie dessen 17-köpfige Crew freigegeben. Wie Sicherheitsquellen in der somalischen Region Puntland gegenüber AFP berichteten, wurde das Schiff und die Besatzung nach einer längeren Geiselnahme ohne weitere Zwischenfälle auf See freigelassen. Die genauen Umstände der Freilassung deuten auf eine erfolgreiche Lösegeldzahlung hin, obwohl die Höhe und der Zahlungsweg bisher nicht offiziell bestätigt wurden.
Das Schiff war während einer Fahrt durch den Golf von Aden entführt worden – eine Route, die seit Jahren für Piratenangriffe bekannt ist. Die MV Sward war vermutlich auf dem Weg zwischen Asien und Europa, als sie von bewaffneten Piraten übernommen wurde. Seitdem befand sich das Schiff in der Gewalt der Entführer vor der Küste Somalias. Internationale Seestreitkräfte hatten das Gebiet verstärkt überwacht, konnten jedoch keine militärische Befreiungsaktion durchführen.
Der Vorfall unterstreicht erneut die anhaltende Unsicherheit auf wichtigen Handelsrouten im Horn von Afrika. Obwohl Piraterie vor der somalischen Küste in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen war, zeigen einzelne Vorfälle wie dieser, dass die Bedrohung weiterhin besteht – insbesondere wenn staatliche Kontrolle schwach bleibt und wirtschaftliche Notlagen junge Männer zu riskanten Aktivitäten treiben.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa