Hessens Schulsystem erhält im diesjährigen Bildungsmonitor 2026 gute Noten für die gelungene Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund. Laut der Studie zählt das Bundesland zu den bundesweiten Vorreitern, wenn es darum geht, jungen Menschen aus verschiedenen kulturellen und sprachlichen Hintergründen einen erfolgreichen Bildungsweg zu ermöglichen. Die Maßnahmen zur Sprachförderung, Inklusion und individuellen Betreuung zeigen demnach Wirkung.
Im Bereich der Digitalisierung dagegen bleibt Hessen deutlich hinter anderen Bundesländern zurück. Mit Platz zwölf unter 16 untersuchten Ländern weist die Studie erhebliche Defizite bei der technischen Ausstattung von Klassenräumen, der Lehrkräftefortbildung im digitalen Bereich sowie der flächendeckenden Nutzung digitaler Lernplattformen aus. Kritiker fordern seit Jahren eine beschleunigte Modernisierung der Schulinfrastruktur, insbesondere auch vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Medienkompetenz.
Die hessische Kultusministerin begrüßte die positiven Ergebnisse zur Integration, räumte aber ein, dass beim Thema Digitalisierung noch Handlungsbedarf bestehe. Man arbeite bereits an einem umfassenden Modernisierungsprogramm, das sowohl Hardware als auch Fortbildungen und pädagogische Konzepte umfasse. Dennoch mahnen Bildungsexpertinnen: Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, müsse Hessen hier deutlich schneller vorankommen.
Quellen: FAZ Online