Sachsen bleibt weiter an der Spitze der deutschen Bildungslandschaft: Im jüngsten „Bildungsmonitor“ des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), erstellt im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), belegt der Freistaat erneut Platz eins im Bundesländervergleich. Die Studie bewertet die Qualität und Effizienz der Bildungssysteme anhand von über 100 Indikatoren – von der frühkindlichen Betreuung bis zur beruflichen Bildung.
Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg Sachsens ist die hohe Quote an Ganztagsbetreuung an Grundschulen. Zudem punktet das Bundesland mit einer stabilen Finanzausstattung und guten Abschlussquoten in den Sekundarbereichen. Auch die Integration von Migrantenkindern und die digitale Ausstattung der Schulen wurden positiv bewertet. Allerdings weist die Studie darauf hin, dass selbst die besten Länder wie Sachsen bei der Bildungsgerechtigkeit noch Verbesserungspotenzial haben.
Die sächsische Kultusministerin begrüßte das Ergebnis als Bestätigung der langjährigen Bildungspolitik: „Wir setzen auf Stabilität, Qualität und Chancengerechtigkeit. Dass Sachsen erneut vorne liegt, zeigt, dass dieser Weg richtig ist.“ Kritiker verweisen jedoch darauf, dass die Studie auch ein „Armutszeugnis“ für das deutsche Bildungssystem insgesamt sei – insbesondere für Schlusslichter wie Bremen.
Quellen: Der Tagesspiegel, Spiegel Online – Schlagzeilen