Ugandas lang erwartete erste kommerzielle Ölförderung verzögert sich erneut: Der neue Zieltermin liegt nun bei Juni 2027. Dies gab die Regierung bekannt, nachdem zuvor bereits mehrfach versprochene Startdaten nicht eingehalten wurden. Das East African Crude Oil Pipeline (EACOP)-Projekt, an dem Konzerne wie TotalEnergies beteiligt sind, soll schließlich rund 230.000 Barrel pro Tag fördern und über eine 1.445 Kilometer lange Pipeline nach Tansania transportieren.
Die wiederholten Verschiebungen werfen erneut Fragen zur Planungssicherheit, finanziellen Verpflichtungen und ökologischen Auswirkungen des Projekts auf. Kritiker weisen darauf hin, dass die Verzögerungen auch lokale Gemeinden, Investoren und internationale Partner verunsichern. Zudem wächst der Druck auf die Regierung, Transparenz über Einnahmen und Umweltmaßnahmen zu schaffen, besonders im Hinblick auf die globale Debatte um fossile Energien.
Trotz der Rückschläge betont die Regierung, dass alle technischen und regulatorischen Meilensteine weiter verfolgt würden. Gleichzeitig ruft Finanzstaatsminister Amos Lugoloobi dazu auf, mehr inländisches Kapital für solche Großprojekte zu mobilisieren, da Entwicklungshilfe zurückgeht. Die Hoffnung bleibt groß, dass die Öleinnahmen künftig Infrastruktur, Bildung und Gesundheit stärken können – vorausgesetzt, das Projekt wird endlich realisiert.
Quellen: AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Business