Der MSV Duisburg hat sich in der 3. Fußball-Liga weiter an der Tabellenspitze festgesetzt. Gegen den TSV Havelse setzten sich die Zebras am Samstagmorgen mit 2:1 durch, doch der Weg zum Sieg war alles andere als glatt. Über weite Strecken des Spiels zeigten die Gastgeber eine schwache Leistung, während die Gäste aus Niedersachsen das Spiel bestimmten und durch eine Standardsituation in Führung gingen.
Die Wende kam in der Schlussphase, als MSV-Verteidiger Dennis Duah in einer hektischen Szene im Strafraum das eigene Tor traf. Der Treffer, der den 2:1-Sieg für Duisburg bedeutete, löste bei Duah eine emotionale Reaktion aus. Der 24-Jährige brach nach Abpfiff weinend auf dem Rasen zusammen – eine Szene, die sowohl Frustration als auch Erleichterung widerspiegelte. Teamkollegen eilten zu ihm, um ihn zu trösten, während die Fans im Schauinsland-Reha-Stadion spürten, dass der Sieg mehr Glück als klare Leistung war.
Trainer Oliver Reck lobte nach dem Spiel die Moral seiner Mannschaft, kritisierte aber die fehlende Konzentration in der ersten Halbzeit. „Wir haben uns das Leben unnötig schwer gemacht. Gegen bessere Gegner wird das nicht reichen“, sagte Reck. Gleichzeitig betonte er die mentale Stärke, die Duah nun brauche. „So etwas passiert jedem Spieler. Wichtig ist, wie er damit umgeht.“
Der MSV bleibt damit nach den ersten Spieltagen ungeschlagen und führt die Tabelle an – ein Auftakt, der Hoffnungen auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga nährt. Doch die Partie gegen Havelse zeigte auch, dass die Defensive dringend stabilisiert werden muss, will man die Favoritenrolle dauerhaft halten.
Quellen: ntv – Nachrichten