Kolumbien bleibt das gefährlichste Land für Umweltschützer, wie ein kürzlich veröffentlichter Bericht von Global Witness zeigt. Im Jahr 2025 wurden in Kolumbien 39 von weltweit 124 Morden an Umweltaktivisten registriert. Diese alarmierende Zahl hebt das Land erneut als besonders gefährlichen Ort für diejenigen hervor, die sich für den Schutz der Natur und der indigenen Gemeinschaften einsetzen.
Der Bericht zeigt, dass Lateinamerika insgesamt 85 % der weltweit dokumentierten Morde an Umweltschützern verzeichnete, wobei Brasilien mit 26 Morden an zweiter Stelle steht. Die Bedrohung für Umweltschützer in Kolumbien ist eng mit illegalem Bergbau, Abholzung und der Ausbeutung von Bodenschätzen verbunden. Diese Aktivitäten haben oft Konflikte mit lokalen Gemeinschaften und indigenen Völkern zur Folge, die ihre Lebensgrundlage und ihr Land verteidigen wollen.
Die kolumbianische Regierung steht international in der Kritik, nicht ausreichend Maßnahmen zum Schutz dieser gefährdeten Gruppen zu ergreifen. Menschenrechtsorganisationen fordern verstärkten Schutz und die strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen, um die Gewalt gegen Aktivisten zu verringern. Die internationale Gemeinschaft wird ebenfalls aufgerufen, Druck auf die kolumbianischen Behörden auszuüben, um Verbesserungen zu erzielen.
Quellen: Spiegel Online – Ausland, El País – Americas