Alex Saab, ein kolumbianischer Geschäftsmann und enger Vertrauter des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, hat sich in einem US-amerikanischen Gericht der Geldwäsche schuldig bekannt. Saab, der in der Vergangenheit sogar als Minister in der venezolanischen Regierung diente, änderte seine frühere ’nicht schuldig‘-Erklärung zu ’schuldig‘ und wird im Rahmen eines Abkommens mit der Staatsanwaltschaft 195 Millionen US-Dollar an die USA überweisen.
Saab wurde beschuldigt, Millionen von Dollar an Bestechungsgeldern und Betrugserlösen, die mit dem venezolanischen CLAP-Programm (Comités Locales de Abastecimiento y Producción) verbunden sind, gewaschen zu haben. Dieses Programm sollte die venezolanische Bevölkerung mit subventionierten Lebensmitteln versorgen, wurde jedoch als Deckmantel für weitreichende Korruption und Bereicherung genutzt.
Die US-Regierung identifizierte Saab als Hauptfrontmann von Maduro, der zentrale Rollen in der finanziellen und wirtschaftlichen Struktur der venezolanischen Regierung gespielt haben soll. Sein Schuldeingeständnis könnte weitreichende Auswirkungen auf die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Venezuela und den USA haben.
Quellen: Al Jazeera English, BBC Mundo, Mercopress