Am Dienstag kam es in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Anhängern der Opposition und regierungsnahen Gruppen. Der Auslöser war eine von der oppositionellen Koalition C64 organisierte Kundgebung gegen eine geplante Verfassungsänderung, die möglicherweise die politische Machtverhältnisse im Land verändern könnte. Augenzeugen und AFP-Reporter berichteten von heftigen Auseinandersetzungen, bei denen die Polizei schließlich mit Tränengas eingriff, um die Konfliktparteien zu trennen.
Die genauen Inhalte der vorgeschlagenen Verfassungsänderung wurden bisher nicht vollständig offengelegt, doch Oppositionskreise befürchten, dass die Maßnahme dazu dienen könnte, den Einfluss der derzeitigen Regierung unter Präsident Félix Tshisekedi zu festigen oder Wahlen zu beeinflussen. Die C64, ein Zusammenschluss mehrerer oppositioneller Parteien, hatte zuvor zu friedlichen Protesten aufgerufen, doch die Lage eskalierte, als regierungsnahe Gruppen die Kundgebung störten.
Die Sicherheitskräfte waren in großer Zahl im Einsatz, um die öffentliche Ordnung wiederherzustellen. Bislang liegen keine Berichte über schwerwiegende Verletzungen vor, doch die Spannungen bleiben hoch. Die Vorfälle unterstreichen die angespannte politische Lage im Land, das bereits mit bewaffneten Konflikten im Osten und wirtschaftlichen Herausforderungen kämpft. Beobachter warnen vor einer weiteren Polarisierung der politischen Landschaft, wenn der Dialog zwischen Regierung und Opposition nicht bald aufgenommen wird.
Quellen: Africanews EN, France 24 – Africa