Jens Spahn zieht sich aus CDU-Landespolitik im Münsterland zurück

Der ehemalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich aus der regionalen CDU-Politik im Münsterland zurückgezogen. Wie mehrere Medien berichten, gibt er damit sein Amt als Vorsitzender der CDU im Kreis Steinfurt ab. Spahn, der seit Jahren eine prägende Figur in der konservativen Landespolitik Nordrhein-Westfalens war, begründete seinen Schritt nicht öffentlich, signalisierte aber bereits seit längerem einen Rückzug aus der aktiven Parteiarbeit vor Ort.

Seine Nachfolgerin Dorothee Feller ist keine Unbekannte in der regionalen Politik. Die Juristin und langjährige Kommunalpolitikerin wird als konservativ und engagiert beschrieben. Mit ihrem Amtsantritt soll ein generationaler und programmatischer Neustart in der Partei im Münsterland eingeleitet werden. Besonders die Debatte um sozialethische Fragen wie die Leihmutterschaft hatte zuletzt für Spannungen innerhalb der Partei gesorgt – ein Thema, das auch Spahn öffentlich thematisiert hatte.

Der Rückzug Spahns markiert das Ende einer Ära in der regionalen CDU. Als einer der prominentesten Politiker Nordrhein-Westfalens hatte er über Jahre hinweg Einfluss auf die politische Ausrichtung der Partei im Westen Deutschlands. Nun blickt die Partei auf eine neue Führung, die vor der Herausforderung steht, in einem gespaltenen politischen Umfeld wieder stärkeren Rückhalt in der Bevölkerung zu gewinnen.

Quellen: T-Online Nachrichten