Südafrikanische Konservativen warnen vor Zusammenbruch der Sardinenfischerei

Massenhafte Absterbefälle von Sardinen vor der Küste Südafrikas haben erneut Alarm bei Umweltschützern ausgelöst. Die südafrikanische Regierung reagierte mit einer vorübergehenden Begrenzung des Fischfangs bis zum 2. Oktober, um die Bestände zu schützen. Doch Organisationen wie GroundUp warnen, dass dieser Schritt nicht ausreicht, um das ökologische Gleichgewicht zu bewahren.

Die Sardinenlaichzüge entlang der südafrikanischen Küste sind ein entscheidender Bestandteil des marinen Ökosystems und ziehen jedes Jahr zahlreiche Raubfische, Delfine, Haie und Seevögel an. In den letzten Jahren jedoch häufen sich Berichte über ungewöhnlich hohe Sterberaten bei Jungfischen, was Experten auf Überfischung, Klimawandel und veränderte Meeresströmungen zurückführen. Die aktuelle Fangpause sei „ein Schritt in die richtige Richtung, aber zu zaghaft“, kritisierte ein Sprecher von GroundUp.

Die Fischereiindustrie spielt für die südafrikanische Wirtschaft eine bedeutende Rolle, doch Umweltaktivisten betonen, dass kurzfristige wirtschaftliche Interessen langfristige ökologische Katastrophen nicht rechtfertigen. Sie fordern ein moratoriumsgleiches Ende der industriellen Sardinenfischerei, bis wissenschaftliche Studien die Tragfähigkeit der Bestände eindeutig belegen. Ohne drastische Maßnahmen bestehe die Gefahr eines irreversiblen Kollapses des Fischbestands – mit schwerwiegenden Folgen für die Ernährungssicherheit und die Meeresbiodiversität.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Southern Africa