Das Kenyatta National Hospital (KNH) in Nairobi hat den tragischen Tod aller fünf Fünlinge bestätigt, die zuvor aus dem Thika Level Five Hospital zur weiteren Behandlung überwiesen worden waren. Die Babys, die als Frühgeburten zur Welt gekommen waren, benötigten hochspezialisierte medizinische Versorgung, die im Thika-Krankenhaus nicht vollständig verfügbar war.
Das KNH, als führende medizinische Einrichtung Kenias, hatte die Fünlinge zur intensivmedizinischen Betreuung aufgenommen. Trotz aller Bemühungen des medizinischen Personals konnten die lebensbedrohlichen Komplikationen, die mit extremer Frühgeburt verbunden sind, nicht überwunden werden. Die genauen Todesursachen wurden vorerst nicht veröffentlicht, doch Experten verweisen auf die extrem hohen Risiken bei Mehrlingsgeburten, insbesondere in Ländern mit begrenztem Zugang zu Neugeborenenspezialstationen.
Die Überweisung der Fünlinge hatte öffentliche Aufmerksamkeit erregt und erneut die Diskussion über die Kapazitäten und Ressourcen im kenianischen Gesundheitssystem entfacht. Während das Thika Level Five Hospital über grundlegende neonatale Einrichtungen verfügt, fehlen oft die Mittel für Langzeitbeatmung, inkubatorgestützte Therapien und spezialisierte Pflegekräfte. Der Vorfall unterstreicht die dringende Notwendigkeit, die Gesundheitsinfrastruktur außerhalb der Hauptstadt auszubauen.
Die Familie der Neugeborenen steht unter psychosozialer Betreuung, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Gleichzeitig kündigte das Ministerium eine interne Evaluierung der Überweisungs- und Behandlungsprozesse bei komplexen Geburtsfällen an, um zukünftige Vorfälle zu vermeiden.
Quellen: AllAfrica – Kenya, AllAfrica – East Africa