Größte betriebsfähige Dampflok Europas macht Station in Weimar

Am Mittwoch war in Weimar ein seltenes Schauspiel zu sehen: Die größte betriebsfähige Dampflokomotive Europas machte für einige Stunden Station im thüringischen Bahnhof. Die Lok, die einem Schweizer Verein für historische Eisenbahntechnik gehört, befand sich auf ihrer Fahrt durch Mitteleuropa und nutzte den Halt in Weimar für eine technische Inspektion sowie zur Bevorratung mit Wasser und Kohle.

Das imposante Fahrzeug, das mehr als 30 Meter lang ist und ein Leergewicht von über 200 Tonnen hat, zog zahlreiche Eisenbahnfreunde und Schaulustige an. Besonders für Kinder und Technikbegeisterte war der Anblick der dampfenden Lok ein besonderes Erlebnis. Fotografen nutzten das natürliche Licht des späten Vormittags, um das historische Unikat festzuhalten.

Die Dampflok ist Teil einer grenzüberschreitenden Sonderfahrt und wird am Donnerstag ihre Reise in Richtung Tschechien fortsetzen. Solche Veranstaltungen tragen dazu bei, das Interesse an der historischen Eisenbahngeschichte zu wahren und jüngeren Generationen das Erbe der Dampflok-Ära näherzubringen.

Weimar, als kulturelle Metropole Thüringens, ist regelmäßig Station für Sonderzüge und historische Fahrzeuge. Die Stadt pflegt enge Verbindungen zur Eisenbahngeschichte, nicht zuletzt durch ihre zentrale Lage im deutschen Schienennetz. Mit der Zwischenlandung der europäischen Rekordlokomotive unterstreicht Weimar erneut seine Rolle als wichtiger Knotenpunkt im Bereich des historischen Schienenverkehrs.

Quellen: MDR – Nachrichten