Die Regierung Simbabwes hat eine umfassende 60-tägige Initiative gestartet, um das Problem des illegalen Straßenhandels im Zentrum von Harare anzugehen. Die Maßnahme kombiniert behördliche Durchsetzung mit sozialer Unterstützung, um Tausenden informellen Händlern zu helfen, ihre Geschäfte zu legalisieren und in formelle Handelsstrukturen zu integrieren.
Laut offiziellen Angaben sollen während der Aktion gezielte Räumungen von Gehwegen und öffentlichen Plätzen durchgeführt werden, gleichzeitig aber auch alternative Handelsflächen bereitgestellt werden. Händler erhalten die Möglichkeit, sich registrieren zu lassen, Steuern zu zahlen und Zugang zu Mikrokrediten und Schulungen zu erhalten. Die Behörden betonen, dass die Aktion nicht auf Repression, sondern auf strukturelle Integration abzielt.
Die Hauptstadt Harare kämpft seit Jahren mit dem exponentiellen Wachstum des informellen Sektors, der durch hohe Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Unsicherheit angetrieben wird. Viele Händler verkaufen Lebensmittel, Kleidung und Gebrauchsgegenstände auf überfüllten Straßen, was zu Verkehrsbehinderungen und Konflikten mit lokalen Behörden führt. Die neue Initiative soll ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ordnung und wirtschaftlicher Notwendigkeit herstellen.
Experten begrüßen den Ansatz, warnen jedoch vor Umsetzungshürden wie mangelnden Infrastrukturen, Korruption und unzureichender Finanzierung. Die Erfolge der Aktion werden maßgeblich davon abhängen, ob die versprochenen Handelsplätze tatsächlich zur Verfügung gestellt und langfristig verwaltet werden können.
Quellen: AllAfrica – Southern Africa