Seit mehr als zwei Wochen ist der Zugang zu den sozialen Netzwerken Facebook und TikTok in Äquatorialguinea massiv eingeschränkt. Wie internationale Beobachter bestätigen, wurden die Plattformen landesweit blockiert, nachdem ein Video viral ging, das Vizepräsident Teodoro Nguema Obiang schwerwiegende Korruptionsvorwürfe aussetzt. Das Video, dessen Herkunft bislang nicht vollständig geklärt ist, zeigt vermeintliche Beweise für illegale Geldflüsse und Amtsmissbrauch auf höchster Ebene.
Die Blockade der sozialen Medien wird von Menschenrechtsorganisationen als Versuch der Regierung unter Präsident Teodoro Obiang Nguema Mbasogo gewertet, kritische Stimmen im Land zu unterdrücken und die Verbreitung sensibler Inhalte zu verhindern. Internet-Beobachter berichten von gezielten Eingriffen in die Netzinfrastruktur, die spezifisch auf die Dienste von Meta (Facebook) und ByteDance (TikTok) abzielen. Andere internationale Plattformen bleiben vorerst erreichbar, was auf eine gezielte Zensurmaßnahme hindeutet.
Die jüngste Eskalation wirft erneut ein Schlaglicht auf die prekäre Lage der Meinungsfreiheit in Äquatorialguinea. Das Land wird seit Jahrzehnten von der Familie Obiang regiert und gilt als autoritär geprägt. Internationale Organisationen wie Reporter ohne Grenzen kritisieren regelmäßig die Einschränkung digitaler Freiheiten und die systematische Überwachung von Dissidenten. Die aktuelle Blockade könnte weitere diplomatische Spannungen nach sich ziehen, insbesondere mit westlichen Partnern, die sich für digitale Menschenrechte einsetzen.
Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – Central Africa