Proteste gegen Verfassungsänderungen im Kongo mit Todesfall und Festnahmen gewaltsam niedergeschlagen

In der Demokratischen Republik Kongo haben am Dienstag, den 15. September 2026, landesweite Proteste gegen vorgeschlagene Verfassungsänderungen zu gewaltsamen Auseinandersetzungen geführt. In mehreren Städten, darunter Kinshasa, gingen Oppositionsanhänger auf die Straße, um gegen Pläne von Präsident Félix Tshisekedi zu demonstrieren, die nach Ansicht von Kritikern eine dritte Amtszeit ermöglichen könnten – entgegen der geltenden Verfassungslage.

Obwohl die Demonstration in der Hauptstadt Kinshasa genehmigt war, wurde sie von Sicherheitskräften gewaltsam aufgelöst, nachdem es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen war. Augenzeugenberichten zufolge setzten die Beamten Tränengas ein und nahmen zahlreiche Personen fest. Laut Angaben von Africanews starb mindestens eine Person bei den Unruhen, mehrere weitere wurden verletzt.

Opposition wirft Regierung autoritäres Handeln vor

Die oppositionellen Parteien verurteilten die Vorgehensweise der Behörden scharf und sprachen von einem Angriff auf demokratische Grundrechte. Sie warnen, dass die vorgeschlagenen Verfassungsänderungen die demokratischen Institutionen des Landes untergraben und den Weg für eine verlängerte Amtszeit Tshisekedis ebnen könnten. Präsident Tshisekedi hat solche Spekulationen bisher zurückgewiesen, doch die politische Spannung im Land bleibt hoch.

Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen aufmerksam. Die jüngsten Ereignisse werfen erneut Fragen über die Stabilität und demokratische Entwicklung der DR Kongo auf, das seit Jahren mit politischer Unsicherheit und sozialen Spannungen kämpft.

Quellen: AllAfrica – Central Africa, Africanews EN