Nach Landtagswahl: Vereine in Sachsen-Anhalt fürchten um Fördergelder

Seit dem Ergebnis der jüngsten Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wächst die Unsicherheit bei vielen Vereinen und ehrenamtlich Engagierten. Wie aus mehreren Reaktionen hervorgeht, fürchten Organisationen aus den Bereichen Kultur, Jugendarbeit und Integration mögliche Kürzungen oder gar den Wegfall von Fördermitteln durch das Land. Besonders betroffen sein könnten Projekte, die politisch als „kritisch“ eingestuft werden könnten – etwa solche mit Fokus auf Vielfalt, Flüchtlingshilfe oder demokratische Bildung.

Der MDR berichtet in einem laufenden Ticker über die Reaktionen vor Ort. Einige Verbände haben bereits signalisiert, dass sie auf alternative Finanzierungsquellen umstellen oder Projekte vorübergehend einstellen könnten. Die Angst vor einer restriktiveren Förderpolitik unter einer neuen Regierungskonstellation ist groß. In den vergangenen Jahren hatte Sachsen-Anhalt verschiedene Programme zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements aufgelegt – deren Fortbestand ist nun fraglich.

Die Sorge wird durch die aktuelle politische Debatte weiter geschürt. Nach dem Wahlsieg der AfD und den damit verbundenen Diskussionen über eine mögliche Regierungsbeteiligung oder Tolerierung wächst die Verunsicherung in der Zivilgesellschaft. Auch Initiativen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren, befürchten eine Benachteiligung im Zuge künftiger Haushaltsplanungen.

Quellen: MDR – Nachrichten, T-Online Nachrichten