Nigerianische Regierung will Exportprämien-Rückstand abbauen und EEG-Programm reformieren

Die nigerianische Bundesregierung hat Maßnahmen zur Bewältigung des angesammelten Rückstands bei Auszahlungen des Export Expansion Grant (EEG) eingeleitet und gleichzeitig eine umfassende Reform des Förderprogramms angekündigt. Wie der zuständige Minister erklärte, verfolgt die Regierung zwei strategische Wege: Einerseits sollen die ausstehenden Zahlungen an exportorientierte Unternehmen schnellstmöglich beglichen werden, um deren Liquidität zu stärken. Andererseits wird das gesamte EEG-Schema überarbeitet, um es transparenter, effizienter und langfristig finanzierbar zu gestalten.

Das EEG-Programm wurde ursprünglich eingeführt, um nicht-ölgebundene Exporte zu fördern und die wirtschaftliche Diversifizierung des Landes voranzutreiben. In den vergangenen Jahren kam es jedoch aufgrund von Budgetengpässen und Verwaltungsproblemen zu erheblichen Zahlungsverzögerungen, was viele kleine und mittlere Exporteure vor erhebliche Herausforderungen stellte. Die angekündigte Reform sieht unter anderem eine Neubewertung der Förderkriterien, eine Digitalisierung der Antragsverfahren sowie eine stärkere Einbindung privater Wirtschaftsakteure vor.

Experten begrüßen die Initiative als wichtigen Schritt zur Stärkung des nicht-rohstoffbasierten Sektors. Gleichzeitig mahnen sie, dass die Glaubwürdigkeit des Programms davon abhänge, ob die Reform zügig umgesetzt und die versprochenen Zahlungen tatsächlich geleistet werden. Die Regierung betonte, dass eine funktionierende Exportförderung entscheidend sei, um Nigeria als wettbewerbsfähigen Akteur im afrikanischen Binnenmarkt und internationalen Handel zu positionieren.

Quellen: Premium Times Nigeria