Angola braucht eine neue Verfassung: Kritik an undurchsichtigen Regierungspraktiken

Angolas derzeitige Verfassung wird von Kritikern als nicht nur dysfunktional, sondern auch wirtschaftlich verzerrend bezeichnet. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2017 hat Präsident João Lourenço Schätzungen zufolge öffentliche Ausgaben in Höhe von 61,5 Milliarden US-Dollar per Dekret genehmigt, ohne öffentliche Ausschreibungen oder transparente Vertragsvergabe. Diese Praxis kommt häufig privaten Interessengruppen zugute, die mit seinem inneren Kreis verbunden sind.

Forderung nach Reformen

Experten und Aktivisten fordern dringend eine neue Verfassung, um diese undurchsichtigen Praktiken zu beenden und mehr Transparenz in die Regierungsführung zu bringen. Die aktuelle Verfassungsordnung wird als strukturelles Problem angesehen, das dringend reformiert werden muss.

„Dies ist keine Ausnahme, sondern die Regel“, heißt es in einem Bericht von Maka. Die Kritik richtet sich nicht nur gegen die finanziellen Praktiken der Regierung, sondern auch gegen die mangelnde Rechenschaftspflicht und Korruption, die das Land seit Jahren plagen.

Quellen: AllAfrica – Central Africa