Ein investigativer Bericht hat aufgedeckt, wie ein libyscher Finanzier die militärische Offensive von General Khalifa Haftar auf Tripoli im Jahr 2019 mit Krediten in Höhe von 300 Millionen US-Dollar ermöglichte. Die Gelder wurden laut dem Bericht über dubiose Kanäle bereitgestellt und belasten bis heute die libysche Bevölkerung, da sie nie zurückgezahlt wurden.
Keine Konsequenzen für Verantwortliche
Besonders brisant: Die Hauptverantwortlichen für diese Finanzierung haben bisher keinerlei rechtliche Konsequenzen zu befürchten. Die Offensive Haftars gegen die international anerkannte Regierung in Tripoli führte zu monatelangen Kämpfen mit hunderten zivilen Opfern und vertieften die Spaltung des Landes.
Experten sehen in dem Bericht einen weiteren Beleg für die systematische Plünderung libyscher Staatsgelder durch Milizenführer und ihre internationalen Unterstützer. Die fehlende Aufarbeitung dieser Vorgänge behindert nach Ansicht von Beobachtern den Friedensprozess in Libyen erheblich.
Quellen: Al Jazeera English