Elfenbeinküste: Staatsaufkauf von Kakaobeständen abgeschlossen

Die Elfenbeinküste hat nach Angaben des Coffee-Cocoa Council (CCC) die staatliche Aufkaufaktion für Kakaobestände erfolgreich abgeschlossen. In einer Erklärung vom Donnerstag bestätigte die zuständige Behörde den Abschluss der Maßnahme, die darauf abzielte, den Inlandsmarkt zu stabilisieren und die Preise für Kakaobauern zu sichern.

Die Elfenbeinküste ist der weltweit größte Kakaoproduzent und spielt eine zentrale Rolle im globalen Schokoladenmarkt. Regelmäßig greift der Staat in den Markt ein, um Preisschwankungen entgegenzuwirken und die Einkommen der Kleinbauern zu schützen. Der aktuelle Buyout war Teil einer gezielten Strategie, um in einer Phase sinkender Weltmarktpreise Marktvertrauen zu stärken und Spekulationen entgegenzuwirken.

Der CCC betonte, dass die Maßnahme reibungslos verlaufen sei und alle beteiligten Akteure – von Händlern bis zu Transportunternehmen – effizient zusammengearbeitet hätten. Die genauen Mengen und finanziellen Volumina des Aufkaufs wurden vorerst nicht veröffentlicht, sollen aber im Rahmen des jährlichen Wirtschaftsprogramms liegen. Experten sehen in der Aktion einen weiteren Beleg für die wachsende Marktdisziplin der Regierung im wichtigsten Exportsektor des Landes.

Die Elfenbeinküste produziert etwa 40 Prozent des weltweiten Kakaos. Die Ernte 2025/2026 wird als stabil eingeschätzt, obwohl Herausforderungen wie Klimaschwankungen und Infrastrukturdefizite weiterbestehen. Die Regierung setzt weiter auf eine Stärkung der Verarbeitungskapazitäten im Inland, um mehr Wertschöpfung im Land zu halten.

Quellen: Africanews EN