Kameruns Präsident Biya ernennt seinen Sohn zum Vizepräsidenten

Kameruns Präsident Paul Biya, der weltweit älteste Staatschef, hat eine umstrittene Entscheidung getroffen: Er ernannte seinen Sohn Franck Biya zum Vizepräsidenten. Das Amt des Vizepräsidenten wurde erst am vergangenen Samstag wieder eingeführt, nachdem es im Jahr 1972 abgeschafft worden war. Die Entscheidung sorgt für Diskussionen, da Kritiker eine mögliche dynastische Machtübergabe befürchten.

Paul Biya, der seit 1982 an der Macht ist, hatte zuvor bereits seinen Sohn in wichtige Positionen innerhalb der Regierung gebracht. Die Ernennung zum Vizepräsidenten wird als weiterer Schritt gesehen, Franck Biya als möglichen Nachfolger zu positionieren. Die Opposition und Teile der Zivilgesellschaft sehen darin eine Bedrohung für die demokratischen Strukturen des Landes.

Die Wiedereinführung des Vizepräsidentenamtes wurde offiziell damit begründet, die Regierungsarbeit effizienter zu gestalten. Kritiker jedoch vermuten politische Motive hinter der Entscheidung. Die Ernennung von Franck Biya könnte die bereits bestehenden Spannungen innerhalb des Landes weiter verschärfen, insbesondere vor dem Hintergrund sozialer und politischer Herausforderungen, mit denen Kamerun derzeit konfrontiert ist.

Quellen: Africanews EN