Klimakrise in Kenia: Dürre vertreibt Gemeinden im Norden

Die anhaltende Dürre in Nordkenia zwingt tausende Menschen zur Flucht. Wie aktuelle Berichte zeigen, müssen Gemeinden in den Regionen Turkana, Wajir, Marsabit, Garissa, Mandera und entlang des Tana River täglich weitere Distanzen zurücklegen, um an Wasser und Weideland für ihr Vieh zu kommen.

Lokale Beobachter beschreiben die Situation als die schlimmste Wasserkrise seit Jahrzehnten. Besonders betroffen sind nomadische Viehzüchter, deren traditionelle Lebensweise durch den Klimawandel existenziell bedroht ist. Die Regierung hat zwar Nothilfemaßnahmen angekündigt, doch viele Betroffene klagen über zu langsame Umsetzung.

Experten warnen vor langfristigen Folgen: Neben der unmittelbaren humanitären Krise drohen Konflikte um die knappen Ressourcen. Die Vereinten Nationen stufen Teile Kenias bereits als Hunger-Hotspots ein. Klimaforscher führen die extreme Trockenheit auf veränderte Regenmuster zurück, die mit der globalen Erwärmung in Verbindung stehen.

Quellen: AllAfrica – Latest, AllAfrica – East Africa, AllAfrica – Kenya