Simbabwe senkt Steuern auf Fußballspiele: Clubs behalten mehr Einnahmen

Die Regierung von Simbabwe hat im Rahmen ihrer Reformen zur Verbesserung des Geschäftsklimas die Abgaben auf Eintrittsgelder bei Fußballspielen erheblich gesenkt. Wie das Kabinett beschlossen hat, werden nun die sogenannten PSL- und Zifa-Matchday-Levies reduziert, wodurch lokale Fußballclubs künftig einen höheren Anteil ihrer direkten Zuschauereinnahmen einbehalten dürfen.

Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Programms zur Erleichterung der Geschäftstätigkeit im Land. Die Regierung hofft, durch die Reduzierung von Abgaben die finanzielle Belastung für Sportvereine zu verringern und gleichzeitig die Attraktivität lokaler Fußballspiele zu steigern. Bisher mussten Clubs einen signifikanten Prozentsatz ihrer Eintrittseinnahmen an staatliche und sportliche Dachorganisationen abführen, was viele Vereine finanziell überforderte.

Die Premier Soccer League (PSL) und der simbabwische Fußballverband Zifa hatten in der Vergangenheit hohe Abgaben erhoben, um Verwaltungskosten und Entwicklungsfonds zu finanzieren. Mit der nun beschlossenen Reform sollen die Vereine stärker in die Lage versetzt werden, eigene Investitionen zu tätigen – etwa in Infrastruktur, Jugendarbeit oder Spielergehälter. Experten sehen darin einen möglichen Impuls für die wirtschaftliche Stabilisierung des lokalen Fußballs.

Der Schritt wird auch als Signal für eine liberalere Wirtschaftspolitik unter Regierungschef Emmerson Mnangagwa gewertet. In den letzten Jahren hatte die Regierung bereits mehrere Maßnahmen zur Stärkung privater Einnahmequellen und zur Förderung des Sports als Wirtschaftsfaktor ergriffen. Die genauen Prozentsätze der neuen Abgabenregelung wurden noch nicht veröffentlicht, sollen aber bald offiziell kommuniziert werden.

Quellen: AllAfrica – Southern Africa