Dr. Juliet Nakku, Direktorin des Butabika National Referral Hospital in Ugandas Hauptstadt Kampala, hat einen gravierenden Mangel in der psychiatrischen Versorgung des Landes aufgedeckt. Wie sie mitteilte, verfügt Uganda über keine gesicherte forensisch-psychiatrische Abteilung.
Risiko für Patienten und Gesellschaft
„Das Fehlen einer solchen Einrichtung stellt sowohl für die Patienten als auch für die Allgemeinheit ein erhebliches Risiko dar“, erklärte Dr. Nakku. Forensisch-psychiatrische Stationen sind speziell für Patienten konzipiert, die aufgrund psychischer Erkrankungen Straftaten begangen haben und eine Gefahr für sich oder andere darstellen können.
Der Mangel an geeigneten Einrichtungen führt dazu, dass solche Patienten entweder in regulären psychiatrischen Stationen untergebracht werden oder im Gefängnissystem landen – beides keine optimalen Lösungen. Butabika ist Ugandas größte psychiatrische Klinik und fungiert als nationales Referenzkrankenhaus.
UNICEF verurteilt Gewalt gegen Kinder
In einem separaten Vorfall hat UNICEF Uganda die jüngste brutale Attacke auf eine Schule in Ggaba scharf verurteilt. Der Vertreter der Organisation, Dr. Robin Nandy, forderte verstärkte Schutzmaßnahmen für Kinder im Land.
Quellen: AllAfrica