Japanische Anti-Atom-Organisation fordert Investitionsstopp für Atomwaffenhersteller

Die japanische Organisation Nihon Hidankyo, eine Vereinigung von Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, hat heute eine Kampagne gestartet, um Investitionen in Unternehmen zu unterbinden, die Atomwaffen herstellen. Laut einem Bericht der Japan Times wird die Gruppe direkte Gespräche mit führenden Finanzinstitutionen des Landes führen, darunter einige der größten japanischen Banken.

Historische Verantwortung

Nihon Hidankyo argumentiert, dass Japan als einziges Land, das Opfer von Atomwaffen wurde, eine besondere moralische Verantwortung trage. Die Organisation betont, dass finanzielle Unterstützung für Atomwaffenhersteller im Widerspruch zu Japans pazifistischer Verfassung und seiner internationalen Rolle als Fürsprecher für nukleare Abrüstung stehe.

Die Initiative kommt zu einer Zeit, in der die Debatte über Japans Sicherheitspolitik neu entfacht ist. Erst heute veröffentlichte die regierende LDP ein neues Grundsatzpapier, das eine Verfassungsreform als „dringend notwendig“ bezeichnet – ein Thema, das seit Jahren kontrovers diskutiert wird.

Quellen: Japan Times