Kambodschaner nach US-Haft unerwartet nach Eswatini abgeschoben

Pheap Rom, ein kambodschanischer Staatsangehöriger, wurde nach Abschluss seiner Haftstrafe in den USA überraschend nicht in seine Heimat, sondern ins südafrikanische Königreich Eswatini abgeschoben. Wie der Guardian berichtet, war Rom einer von 15 Personen, die im vergangenen Jahr in das afrikanische Land deportiert wurden, obwohl sie ihre Strafen in den USA bereits verbüßt hatten.

Abschiebung in ein unbekanntes Land

Rom gab an, er hätte eine Abschiebung nach Kambodscha akzeptiert, kannte Eswatini jedoch nicht einmal dem Namen nach. Als er den Namen erstmals las, dachte er zunächst, es handele sich um ein weiteres Einwanderungsgefängnis in Louisiana. Stattdessen landete er in einem Gefängnis in dem afrikanischen Königreich, wo er sich seitdem befindet.

Der Fall wirft Fragen über die US-Abschiebepraxis auf, insbesondere warum Rom nicht in sein Heimatland zurückgeschickt wurde. Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass solche Abschiebungen in Drittländer ohne ausreichende rechtliche Grundlage erfolgen und die Betroffenen erneut in Haft geraten können.

Quellen: The Guardian